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Vom Sinn, zu wissen was Du gerade willst

Ich liebe die deutsche Sprache. Auch, weil sie (meistens) so klar ist und in ihren Wortbedeutungen schon so viel über das verrät, worum es geht.
Mit ungefähr 18 habe ich festgestellt, dass meine Enttäuschung über meine zerbrochene Liebesgeschichte einfach das Ende einer Täuschung war und dass ich das schon am Wort hätte erkennen können.
Vielleicht ging Dir das genauso? Für mich war es wirklich Zunder für mein Hirn.

Ein Wort allerdings geht für mich leider gar nicht mehr: Schauspielen. 

Ich will gar nicht fragen, ob das was Neues ist oder immer schon ein Irrtum war. Ob auch Zarah Leander und Hans Albers sich, wie heutige Schauspieler, vor allem damit befasst haben, wie sie so spielen können, dass wirklich glaubhaft wird, was sie machen.
Oder ob Schauspieler früher fanden, dass so-tun-als-ob völlig ausreicht.
Es ist mir auch egal, dass es natürlich viele Schauspieler gibt, für die es NUR um das so-tun-als-ob geht.

Was ich spannend finde ist, dass es vermutlich gute Gründe dafür gibt, dass die wichtigsten modernen Schauspieltechniken aus dem englischsprachigen Raum kommen. Und ich halte es in der Frage ausnahmsweise mal mit der englischen Sprache.
Die bringt das, worum es in meinem alten Beruf (dem Schauspielen) geht, direkt auf den Punkt:

acting bedeutet handeln.
Eine action ist eine klare Handlungsanweisung für den actor.

Wie schade, dass vielen Schauspielern noch nicht aufgefallen ist, was für exzellente Techniken sie da beherrschen. 

Dass sie mit eben diesen Techniken nicht nur bessere Schauspieler werden, sondern viel mehr auch ihr Leben leichter, effektiver und vermutlich glücklicher machen könnten. UND es ist schade, dass alle Nicht-Schauspieler von diesen Techniken noch nie gehört haben…

Denn moderne Schauspieltechniken sind Techniken die zielgerichtetes handeln verlässlich abrufbar machen. 

Sie sind für den beruflichen UND privaten Alltag verdammt nützlich.
Gerade wenn Du Dich mit Kommunikation befasst. Und die Metaebene Deiner eigenen Sprache schon durch und durch durchdacht hast. Und immer wieder trotzdem Dein Verhalten nicht wirklich verändern konntest.
Oder wenn Du eine Herausforderung auf Dich zu kommen siehst, für die Du Dich gerne wappnen möchtest.

Dann können Dir actions helfen.

Was wirst Du TUN? Was willst Du TUN? Was wäre das TU-WORT? 

Für alle Menschen, die älter als 8 Jahre alt sind, ist das Tu-Wort das Verb. Und das Verb ist die action.

“Ich will gesehen werden!” – das kannst Du nicht machen… das ist eine Formulierung, die Dich ausliefert!
Was könntest Du wirklich tun?
Selber hinschaun! Zum Beispiel in die Augen des Chefs, des Lasters (oder deines Partners) …
Oder Du könntest dich zeigen!  DAS könntest Du tun…

“Ich will meinen Kollegen in seine Grenzen weisen” – also zeig sie ihm einfach und quatsch ihn nicht voll.
Grenzen-zu-zeigen ist eine Tat, nichts was erklärt werden kann.
Kriege können erklärt werden. Und leider kommt das beim Grenzen besprechen -statt zeigen- auch oft heraus…

“Ich will den Pitch gewinnen!” – Wie?
In dem Du schneller läufst? Höher springst? Wie wirst Du gewinnen? Gegen wen oder was willst Du gewinnen? Was musst Du dafür genau TUN?
(NICHT springen oder laufen, das hilft beim pitchen selten…)

Finde ein Verb / eine action und dann TU ES!
action bitte!

Ich wünsche mir, dass ich Dich bewegen konnte, Deine beruflichen Werkzeuge neu zu betrachten. Ich wünsche Dir viel Spaß dabei, sie zu erforschen. Und endlich auch für Dich nutzbar zu machen, um Deine Karriere voranzubringen, damit Du über Dich hinauswachsen kannst oder einfach nur damit Du schöne Begegnungen hast,
Anna

(Der Artikel wurde zuerst auf dem Blog von AnMoHe! veröffentlich)

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